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Rappelsdorfer Schüler haben ein Herz für Tiere

Eine Schülerfirma übernimmt gesellschaftliche Verantwortung: Die Mitarbeiter der Rappelsdorfer „Lindelei“ spenden 200 Euro an das Tierheim am Wald in Hildburghausen.

 Hildburghausen/Rappelsdorf – Die Gründerwoche ist angebrochen. Und anlässlich dieser laden die die Mitarbeiter der Rappelsdorfer Schülerfirma „Lindelei“ Jahr für Jahr zu verschiedenen Veranstaltungen ein. In diesem Jahr ist eine darunter, die zwölf Schüler und zwei Betreuer nach Hildburghausen führt – ins Tierheim „Am Wald“ und dessen Leiterin Monika Hahn. 200 Euro haben die Schüler am Freitag dabei – Geld, das sie spenden wollen, damit Hunde, Katzen, Meerschweinchen und andere Tiere, die abgegeben, ausgesetzt, gefunden worden sind, versorgt werden können. Die 200 Euro haben sie vom Gewinn der Schülerfirma, in der die Schüler freiwillig arbeiten, „abgezwackt“.

Es ist ein wichtiger Aspekt, den sich die Rappelsdorfer Lindenschüler für die diesjährige Gründerwoche herausgepickt haben. Sie tragen mit dem, was sie tun, in die Welt hinaus, dass auch die Schwachen der Gesellschaft durchaus gesellschaftliche Verantwortung übernehmen können und wollen. Und das dokumentieren sie nicht nur mit den 200 Euro, die sie ans Tierheim spenden. Sie wollen mehr. Sie möchten eine Kooperation, erklären sich bereit, Arbeit zu übernehmen, Zwinger zu säubern beispielweise oder Praktika dort zu absolvieren. Das Engagement ist ein selbst gewähltes. „Wir haben uns überlegt, wie wir unsere Schüler daran heranführen, auch selbst Verantwortung zu übernehmen.

Während einer Versammlung wurden Vorschläge unterbreitet und wir haben mit den Schülern darüber gesprochen. Sie haben schließlich die Entscheidung gefällt, sich für das Hildburghäuser Tierheim zu engagieren“, erzählt Margit Hofmann, die die Berufsorientierung organisiert und selbst Klassenlehrerin einer Werkstufe ist. „In Schleusingen gab es eine Tierpension – und dort haben unsere Schüler bereits Praktika gemacht. Diese Möglichkeit gibt es nun nicht mehr. Da bot sich das Tierheim an“, erzählte sie. Sascha Wilk, Vorsitzender der Schülerfirma ist es, der den Scheck überreicht. Und Monika Hahn freut sich. „Das Geld wird ganz dringend gebraucht“, sagt sie, während sie den Kindern die vielen Tiere zeigt, die in den Zwingern untergebracht sind.

Zu jedem hat sie eine (traurige) Geschichte zu erzählen. Als sie von Schulleiterin Uta Schellenberger hört, dass die Unterstützung keine Eintagsfliege bleiben soll, ist ihre Freude umso größer. Und sie äußert einen Wunsch: „Wir hätten gerne ein großes Insektenhotel für unseren Wald“, sagt sie. Da stößt sie bei den Holzkünstlern aus Rappelsdorf auf offene Ohren. Diesen Wunsch können sie ihr mit Sicherheit erfüllen. Und unterstützen werden sie die Mitarbeiter des Tierheims künftig mit ihrer Arbeitskraft. Die Schüler der 10., 11. und 12. Klasse werden – je nach Bedarf – Praktika absolvieren. Monika Hahn freut sich: „Wir begrüßen dieses Engagement, auch wenn es für uns Mehraufwand bedeutet. Die Mädchen und Jungen haben ihr Herz auf dem rechten Fleck!“

Gründerwoche

In dieser Woche findet die bundesweite Gründerwoche statt. Mit dabei ist auch die Schülerfirma „Lindelei“ der Lindenschule in Rappelsdorf.

  • Während der Aktionswoche bieten die Partner der Gründerwoche über 1500 Veranstaltungen rund um das Thema berufliche Selbständigkeit an. Die Rappelsdorfer haben in diesem Jahr den Fokus auf das Thema soziales Engagement gesetzt.
  • Die Gründerwoche Deutschland findet jedes Jahr in enger Kooperation mit der Global Entrepreneurship Week (GEW) statt. Die GEW ist eine weltweite Aktionswoche, die allein im Jahr 2017 mit über 25000 Veranstaltungen Millionen junger Menschen in 170 Ländern für innovative Ideen, Gründungen und Unternehmertum begeistert hat.